Chip-Zeitmessung als Grundprinzip
In der österreichischen Ultraszene erfolgt die Zeitmessung von 24-Stunden-Läufen praktisch ausnahmslos über elektronische Transponder — kurz Chip-Zeitmessung. Ein kleiner Funksensor sitzt entweder an der Startnummer oder am Schuh; Antennenmatten an Start- und Zielbereich registrieren jede Rundenpassage automatisch. Diese technische Grundlage teilen sich alle namhaften Anbieter in der Region und ist Voraussetzung dafür, dass Live-Ergebnisse während des Rennens online einsehbar sind.
Online-Nennung über externe Zeitnehmer
Die Anmeldung zu österreichischen 24-Stunden-Läufen erfolgt klassischerweise über das Online-System eines externen Zeitnehmers oder Anmelde-Anbieters. In der heimischen Ultraszene sind mehrere Plattformen im Einsatz — darunter Pentek-Timing, davengo und raceresult — sowie die Anmeldesysteme der Landesverbände. Das Prinzip ist anbieterunabhängig ähnlich: Teilnehmerdaten werden einmal angelegt, die Bezahlung läuft direkt über das Portal, eine Bestätigung kommt per E-Mail.
Welche Plattform konkret zum Einsatz kommt, gibt die Ausschreibung des jeweiligen Veranstalters bekannt. Diese Seite gibt keine Empfehlung ab.
Wichtig zu wissen: Der Login-Code, den das Anmeldeportal vergibt, ist der Schlüssel zu späteren Änderungen — also für Nach-Nennungen, Bewerbswechsel oder Korrekturen der eigenen Daten. Sicheres Aufbewahren lohnt sich.
Frühbuchertarife und gestaffeltes Nenngeld
Bei nahezu allen österreichischen Ultra-Veranstaltungen ist das Nenngeld gestaffelt nach Anmeldezeitpunkt. Wer früh meldet, zahlt deutlich weniger; in den letzten Wochen vor dem Wettkampf werden die Gebühren sukzessive teurer. Typische Tarifstufen:
- Frühbucher — bis ca. drei Monate vor dem Wettkampf, oft 20–30 % günstiger als der Standardtarif.
- Standard — bis etwa zwei Wochen vor dem Lauf.
- Spätbucher — bis zum offiziellen Nennschluss, häufig 30–50 % teurer als Frühbucher.
- Nachnennung — bis kurz vor dem Start, Aufpreis nochmals deutlich.
Welche Daten typischerweise abgefragt werden
- Vor- und Nachname, Geburtsdatum, Geschlecht, Nationalität.
- Wohnadresse für die Postzustellung von Startunterlagen bei manchen Bewerben.
- E-Mail-Adresse für die Bestätigung und spätere Kommunikation.
- Vereinszugehörigkeit (optional bei freier Teilnahme, verpflichtend bei Meisterschaftswertungen).
- Bewerbsauswahl: Einzeldistanz, Staffelgröße, Altersklassen-Selbsteinordnung.
- Bei Staffeln: Mannschaftsname, Liste der Mitläufer (häufig mit individuellem Login pro Läufer).
- Wahl der Zusatzleistungen: Campplatz-Reservierung (sofern angeboten), zusätzliches Dixie-WC, Verpflegungspakete.
Nennung für Meisterschafts-Wertungen
Für nationale Meisterschaftswertungen — etwa die Österreichische Ultralauf-Meisterschaft — läuft die Nennung in der Regel nicht über das öffentliche Anmeldeportal, sondern über die Datenbank des Österreichischen Leichtathletik-Verbands (ÖLV). Diese Nennung kann ausschließlich der Stammverein des Athleten vornehmen. Wer eine Meisterschaftswertung anstrebt, sollte rechtzeitig mit dem eigenen Verein abklären, dass die ÖLV-Nennung parallel zur öffentlichen Anmeldung eingereicht wird.
Nachnennung am Wettkampftag
Bei den meisten österreichischen 24-Stunden-Läufen ist eine Nachnennung bis kurz vor dem jeweiligen Start möglich. Üblich ist eine Frist von einer Stunde vor Bewerbsbeginn; Schul- und Kinderläufe haben oft frühere Schluss-Termine, da hier organisatorisch mehr Vorlauf notwendig ist. Die Nachnennung erfolgt direkt am Rennbüro, meist in der Stockhalle, dem Sportzentrum oder einer ausgewiesenen Anmeldeinsel am Eventgelände. Die Bezahlung läuft bar oder per Bankomatkarte; ein Aufpreis ist Standard.
Startnummern-Ausgabe
Die Ausgabe der Startunterlagen findet üblicherweise im Rennbüro statt — bei klassischen Wochenendformaten freitags ab dem Vormittag bis in den Abend, samstags von den frühen Morgenstunden bis kurz vor dem ersten Start. Charakteristisch für österreichische Ultra-Events ist eine Nachtpause bei der Startnummern-Ausgabe — in der Regel zwischen 20:00 und 05:30 Uhr ist das Rennbüro nicht besetzt. Wer spät anreist, muss damit rechnen, die Unterlagen erst am Wettkampfmorgen abholen zu können.
Erforderliche Unterlagen
Bei der Übergabe der Startunterlagen werden meistens kontrolliert:
- Ein Lichtbildausweis (Personalausweis, Reisepass oder Führerschein).
- Bei Staffeln: alle Teammitglieder erscheinen gemeinsam, oder eine Vollmacht eines Mannschaftsmitglieds liegt vor.
- Bei einigen Veranstaltungen: eine sportgesundheitliche Eigenerklärung oder ein ärztliches Attest — Form und Frist regelt der Veranstalter individuell.
Rücktritt und Rückerstattung
Die Rücktrittsregeln unterscheiden sich von Veranstaltung zu Veranstaltung. Üblich ist:
- Bis ca. drei Monate vor dem Wettkampf: vollständige Rückerstattung gegen kleine Bearbeitungsgebühr.
- Bis sechs Wochen vor dem Lauf: teilweise Rückerstattung (häufig 50 %).
- Ab vier Wochen vor dem Termin: keine Rückerstattung mehr.
- Eine Übertragung der Nennung auf eine andere Person ist häufig möglich, gegen geringe Gebühr und mit schriftlicher Übergabe-Erklärung.
Was nach der Anmeldung passiert
Eine erfolgreiche Anmeldung wird per E-Mail bestätigt. Der Login-Code für das Anmeldeportal ermöglicht später:
- Einsicht in die eigenen Daten und Buchungen,
- Bewerbswechsel innerhalb der vom Veranstalter erlaubten Fristen,
- Daten-Korrekturen vor der Startnummernerstellung,
- Druck der eigenen Urkunde nach dem Lauf (häufig direkt beim Zeitnehmer im selben Portal).
Welche Bewerbsformen typischerweise zur Auswahl stehen, beschreibt die Seite zu den Bewerben. Die Regeln der Wertung selbst stehen im Reglement.