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Blick auf das Sportgelände in Irdning unterhalb des Grimming-Massivs
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Grimming360 in Irdning

Der 24-Stunden-Lauf in Irdning galt über viele Jahre als einer der stimmungsvollsten Ultralauf-Bewerbe Österreichs. Ein neutraler Rückblick auf Format, Veranstalter und das Ende der 24h-Edition.

Hintergrund und Organisation

Getragen wurde der 24-Stunden-Lauf in Irdning von einem lokalen Leichtathletik-Verein und einem großen Stab freiwilliger Helferinnen und Helfer. Das Event integrierte sich eng in das Vereinsleben der Region und nutzte die Infrastruktur des Sportzentrums Irdning als Basis — charakteristisch für österreichische Ultraläufe, die fast ausschließlich aus ehrenamtlicher Vereinsarbeit heraus entstehen.

Streckencharakter

Der Rundkurs hatte eine vermessene Länge von ca. 1.080 Metern und nur etwa 2 Meter Höhenunterschied pro Runde. Start- und Zielbereich lagen am Sportzentrum, der Kurs verlief um das Dörfl von Irdning. Charakteristisch war die enge Anbindung des Laufkurses an das Camp und die Labe — Läufer kamen alle paar Minuten an der Versorgung vorbei und blieben den gesamten Tag und die Nacht über für Zuschauer sichtbar.

Bewerbe

Klassisch wurde der 24-Stunden-Lauf in Irdning als Einzel- und Staffelevent ausgetragen, mit folgenden Hauptkategorien:

Charity-Komponente

Über mehrere Editionen begleitete ein regionaler Hilfsverein den Lauf als Charity-Partner. Spenden je Kilometer kamen Menschen aus der Region zugute, die unverschuldet in Not geraten waren — eine in der österreichischen Ultraszene typische Verbindung von Wettkampf und sozialer Wirkung. Eine Gastronomie-Versorgung am Eventgelände flankierte die Spendenaktion.

Internationale Anerkennung

Der Bewerb war über Jahre vom internationalen Ultralauf-Verband DUV registriert und trug das IAU-Label (International Association of Ultrarunners). Für die Edition rund um die Senioren-Weltmeisterschaft 2019 war Irdning vorgesehen — eine Anerkennung, die zeigt, in welcher Liga das Event international wahrgenommen wurde.

Formatumstellung 2019

Im Jahr 2019 entschied der Veranstalter aufgrund rückläufiger Voranmeldungen, das Event auf einen 6-Stunden-Hauptlauf zu reduzieren — ergänzt durch ein Rad-Programm und einen 6-Kilometer-Lauf, der gleichzeitig als Wertungslauf für den steirischen Bezirkslaufcup zählte. Der neue Markenname Grimming360 stand für „360 Minuten Sport, 360 Grad Sport" und positionierte den Lauf weniger als reines Ultra-Event denn als familientauglichen Multisport-Tag mit Lauf, Rad, Kinderbewerben und einem neu eingeführten Business-Format.

Bedeutung für die österreichische Ultraszene

Auch nach der Formatumstellung blieb der 24h-Lauf in Irdning ein wichtiger Referenzpunkt für die österreichische Ultraszene. Er stand prototypisch für: ehrenamtliche Organisation auf hohem sportlichem Niveau, Charity-Integration ohne kommerzielle Verwässerung und die Verbindung von Spitzensport mit lokaler Verankerung — drei Eigenschaften, die heimische Ultralauf-Events bis heute auszeichnen.