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Alpenpanorama im Ennstal in der Steiermark mit Laufstrecke im Tal
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Ultramarathon in Österreich

Wie der österreichische Ultralauf-Kalender organisiert ist, welche Bewerbsformen den Cup prägen und wo Irdning, Wien und das Ennstal im nationalen Vergleich stehen.

Der österreichische Ultralauf-Cup

Die österreichische Ultraszene ist im Vergleich zur deutschen oder französischen klein, aber etabliert. Ein nationaler Ultralauf-Cup bündelt Wertungsläufe über mehrere Distanzen und Bewerbe, mit Saisonende meist Ende September oder im Oktober. Klassiker im Cup-Kalender umfassen:

Regionale Schwerpunkte

Steiermark und Ennstal

Die Steiermark war über lange Zeit das Herz des österreichischen 24h-Laufs: Irdning bei Schladming bildete mit dem Grimming360 einen Fixpunkt im Kalender. Charakteristisch für steirische Ultras sind kleine Vereinsorganisationen mit hohem Helfer-Anteil und enger Anbindung an die Gemeinde — der Kontrast zu kommerziell organisierten Bergläufen ist bewusst gewählt.

Wien und Niederösterreich

In Wien und dem Wiener Umland werden vor allem Stadtkurs-Ultras ausgetragen — flache Asphaltrunden im Park oder auf einer Trainingsbahn, oft als 6h/12h-Bewerb. Sie sind logistisch leichter zu organisieren und ziehen ein städtisches Publikum an.

Alpiner Westen

In Tirol, Vorarlberg und im Salzburger Land dominieren Berg-Ultras und Etappen-Läufe — der Großglockner-Ultra-Trail, der Mozart 100, der Karwendel-Lauf. Diese Bewerbe haben weniger mit klassischen 24-Stunden-Bahnläufen gemeinsam, gehören aber zum erweiterten österreichischen Ultra-Kalender und attraktieren ein internationales Starterfeld.

Verbandsstrukturen

Auf nationaler Ebene koordiniert der österreichische Leichtathletik-Verband (ÖLV) die Wertungen für die Ultralauf-Meisterschaften; auf Bundesländer-Ebene gibt es Landesmeisterschaften. International ist Österreich im DUV (Deutsche Ultramarathon-Vereinigung, die als Dachverband auch österreichische Ergebnisse listet) und über die IAU (International Association of Ultrarunners) angebunden. Bewerbe wie der Grimming360 trugen über mehrere Editionen das IAU-Label.

Stellung im internationalen Kalender

Österreich ist im internationalen Ultralauf-Geschehen kein Schwergewicht, aber mit Senioren-Weltmeisterschaften (2019 für Irdning angesetzt) und regelmäßigen Top-Platzierungen einzelner Läuferinnen bei Welt- und Europameisterschaften eine stabile Größe. Der Stellenwert verschiebt sich zunehmend von klassischen Stadion-Ultras hin zu Berg-Ultras — eine Entwicklung, die mit dem allgemeinen Boom des Trailrunning korrespondiert.

Was kennzeichnet einen klassischen österreichischen Ultra?