Allgemeines
Was ist ein 24-Stunden-Lauf?
Ein 24-Stunden-Lauf ist eine Ultralauf-Veranstaltung, bei der Läuferinnen und Läufer auf einem vermessenen Rundkurs innerhalb von 24 Stunden möglichst viele Kilometer zurücklegen. Neben Einzelstartern sind Staffeln aus 2, 6, 12 oder 24 Läufern üblich, in vielen Fällen ergänzt durch Kids- und Teenie-Staffeln über kürzere Distanzen.
Welche Bewerbe gibt es typischerweise?
Klassisch werden 24h-Einzel und 24h-Staffeln ausgetragen, häufig parallel ein 12h-Einzelbewerb mit versetztem Start. Kinderläufe und Schulläufe laufen unabhängig vom Hauptbewerb über kurze Distanzen.
Wer ist startberechtigt?
Jede Läuferin und jeder Läufer mit ausreichender körperlicher Fitness und sportgesundheitlicher Unbedenklichkeit. Eine Vereinszugehörigkeit ist nicht erforderlich, außer für nationale Meisterschaftswertungen.
Vor dem Lauf
Wie und wo erfolgt die Anmeldung?
Anmeldungen laufen in der österreichischen Ultraszene typischerweise über Online-Plattformen externer Zeitnehmer und Anmelde-Anbieter. Das Nenngeld ist häufig nach Anmeldezeitpunkt gestaffelt — je früher die Nennung, desto günstiger.
Ab wann sind Nachnennungen möglich?
Nachnennungen sind üblicherweise bis kurz vor dem jeweiligen Start möglich (häufig eine Stunde vor Bewerbsbeginn), für Schul- und Kinderläufe gelten in der Regel frühere Schluss-Termine.
Wo erhalte ich die Startunterlagen?
Die Startnummern-Ausgabe findet am Veranstaltungsgelände in einem ausgewiesenen Rennbüro statt, meist über die gesamte Anreisephase Freitag/Samstag geöffnet. Spezifische Öffnungszeiten gibt der Veranstalter in der Ausschreibung bekannt.
Während des Laufes
Wann ertönt die Schlusssirene?
Nach Ablauf der 24 Stunden ab Startsignal. Einzelläufer bleiben mit dem Sirenenton sofort stehen und warten auf die Restmetervermessung. Staffeln laufen die angefangene Runde zur Matte aus, gewertet wird die letzte vollendete Runde.
Wie funktioniert die Restmetervermessung?
Helfer des veranstaltenden Vereins vermessen mit einem geeichten Maßband den Abschnitt zwischen dem Stehbleiben des Läufers und dem letzten Rundenpunkt. Diese Restmeter fließen in das Endergebnis ein.
Wie erfolgt die Zeitmessung?
Über elektronische Transponder (Chip-Zeitmessung), die beim Überqueren der Zeitnehmungsmatte jede Runde erfassen. Externe Zeitnehmer aktualisieren Ergebnisse laufend, sodass Live-Stände während des Rennens einsehbar sind.
Verpflegung und Camp
Was wird an der Labe geboten?
An einer typischen Ultralauf-Labe finden sich Suppen, Nudeln, Reis und Kartoffeln, dazu süße Optionen wie Kuchen, Kekse und Kaiserschmarrn. Salzgebäck, Nüsse und Obst runden das Angebot ab. Getränke umfassen üblicherweise Tee, Kaffee, Wasser, Cola und Elektrolytgetränke.
Ist die Labestelle vegan?
Eine vollständig vegane Labestelle wird selten garantiert. Veganes Suppenpulver und Kartoffeln sind meist verfügbar, sodass eine kohlenhydratreiche Grundversorgung gegeben ist.
Was ist beim Campplatz zu beachten?
Der Campplatz ist bei 24h-Bewerben in der Regel im Startgeld enthalten. Wasser steht an zentralen Punkten zur Verfügung; je nach Veranstaltung gibt es Stromverteiler für Beleuchtung und kleinere Geräte. Wasserdichte Steckverbindungen sind Pflicht — schon Morgentau kann Kurzschlüsse verursachen.
Gibt es einen ruhigeren Campbereich?
Veranstalter bündeln Campwünsche nach Ruhebedürfnis häufig in einem eigenen Bereich am Rand des Geländes — etwa beim Grimming360 im westlichsten Campbereich. Wer nach kurzer Schlafphase weiterlaufen will, ist dort besser aufgehoben als im Hauptcamp.
Nach dem Lauf
Gibt es Finishermedaillen und Urkunden?
Einzelläufer erhalten ihre Medaille direkt im Zuge der Restmetervermessung. Staffeln werden ihre Medaillen typischerweise nach Bewerbsende am Campplatz übergeben. Urkunden lassen sich meist über die Zeitnehmung online ausdrucken.
Gibt es ärztliche Versorgung?
Bei einer Ultralauf-Veranstaltung dieser Größenordnung ist ein Ärztezentrum (Notarzt und Sanitäter) sowie eine Massage-Station für Einzelläufer üblich. Einzelläufer haben dabei Vorrang vor Staffelläufern.
Charity
Wie war die Charity bei Grimming360 organisiert?
Der 24h-Lauf in Irdning wurde traditionell von einem regionalen Serviceclub aus dem Bezirk Liezen als Charity-Partner begleitet. Einzelläufer und Staffeln konnten Spenden je Kilometer sammeln; die Mittel kamen Menschen aus der Region zugute, die unverschuldet in Not geraten waren.
Kann eine eigene Charity-Aktion gestartet werden?
Üblicherweise akzeptieren Veranstalter nur einen offiziellen Charity-Partner pro Edition, um die Spendenströme transparent zu halten. Eigene Aktionen sind eher die Ausnahme als die Regel.