Startberechtigung
Grundsätzlich startberechtigt ist jede Läuferin und jeder Läufer, unabhängig von Vereinszugehörigkeit. Vorausgesetzt werden in der Regel:
- körperliche Fitness und sportgesundheitliche Unbedenklichkeit (Eigenerklärung oder ärztliches Attest, je nach Veranstaltung),
- vollständiges Akzeptieren der Teilnahmebedingungen bei der Anmeldung,
- Mindestalter — bei Einzelbewerben üblich 18 Jahre, bei Staffeln häufig 16; Kids-Bewerbe werden gesondert geregelt.
Für nationale Meisterschaftswertungen (etwa österreichische Ultralauf-Meisterschaft) erfolgt die Nennung in der Regel über die Daten des Landesverbands — diese kann nur der Stammverein vornehmen.
Start- und Endsignal
Ein 24-Stunden-Lauf beginnt klassischerweise mit Countdown und Startschuss. Nach Ablauf der 24 Stunden ertönt eine Schlusssirene:
- Einzelläufer bleiben mit dem Sirenenton sofort dort stehen, wo sie sich befinden, und warten auf das Team zur Restmetervermessung.
- Staffeln laufen die angefangene Runde noch zur Zeitnehmungsmatte aus; gewertet wird jedoch nur die letzte vollendete Runde.
Restmetervermessung
Die Restmeter sind der Bruchteil einer angefangenen, nicht vollendeten letzten Runde. Sie werden bei Einzelläufern unmittelbar nach der Schlusssirene vermessen — meist von Helfern des veranstaltenden Vereins mit einem geeichten Maßband entlang der vermessenen Strecke. Das Ergebnis fließt in das offizielle Endergebnis ein und entscheidet über knappe Platzierungen.
Zeitmessung
Die Zeitmessung erfolgt typischerweise über elektronische Transponder (Chip-Zeitmessung); jede Runde wird beim Überqueren der Zeitnehmungsmatte erfasst. In der österreichischen Ultraszene sind mehrere externe Zeitnehmer im Einsatz, darunter Pentek-Timing, davengo und raceresult — der grundlegende Workflow ist anbieterunabhängig ähnlich. Bei Staffeln ohne separate Wechselzone können Einzelzeiten nicht pro Läufer ausgewiesen werden; die Mannschaft sollte das selbst über Laufuhren oder eine Strichliste protokollieren.
Wertung
Gewertet wird die Gesamtstrecke in Kilometern und Metern. Sie ergibt sich aus:
- Anzahl der vollendeten Runden × vermessener Rundenlänge,
- plus Restmeter (nur Einzel),
- = Gesamtleistung.
Klassische Wertungsklassen sind: Einzel männlich/weiblich (mit Altersklassen-Unterteilung U23, AK1–AK7), Staffeln nach Größe und nach Zusammensetzung (z. B. Mixed), sowie Sonderwertungen wie Business-Wertung oder Vereinsklasse.
Verhalten am Rundkurs
- Langsame Läufer rechts, Überholvorgänge links — gerade in den Nachtstunden eine wichtige Sicherheitsregel.
- Begleitläufer sind in der Regel nicht zugelassen; Familienangehörige dürfen die Verpflegung am eigenen Camp übernehmen.
- Kopfhörer-Nutzung ist meistens erlaubt, allerdings mit Hinweis auf eingeschränkte Wahrnehmung der Streckenanweisungen.
- Bei Notfällen ist das Sanitäterzelt (häufig im Bereich der Stockhalle oder Sporthalle) anzulaufen — Streckenposten haben Funkkontakt.
Disqualifikation
Mögliche Disqualifikationsgründe in der österreichischen Ultraszene umfassen u. a.: Streckenabkürzung, fremde Hilfe außerhalb der erlaubten Bereiche, Manipulation des Transponders, grobe Missachtung von Streckenanweisungen. Die Entscheidung trifft die Rennleitung in Abstimmung mit der Zeitnehmung.
Häufig gestellte Fragen zur Teilnahme — von Anmeldung bis Camp — finden sich in der FAQ.